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Redaktionsschluss 15. Januar 2012
Wir
gratulieren unseren Mitgliedern. IZum 50. Geburtstag: Gabriele Ballon
(Berlin) am 7. 4., Cornelia Kestner (Neustrelitz) am 8. 5. Zum 60. Geburtstag:
Matthias Haberzettl (Augsburg) am 23. 4., Thomas Skowronska (Berlin) am 25. 4.,
Carla Villwock (Fahrland) am 12. 5., Erich Bürck (Berlin) am 5. 6. Zum 65.
Geburtstag: Bernd Israel (Reutlingen) am 14. 4., Dr. Norbert Weigert (Görlitz)
am 23. 4., Hans-Wilhelm Berenbruch (Ebersbach) am 6. 5., Manfred Artur Fellisch
(Radebeul) am 24. 6. Zum 70. Geburtstag: Dr.-Ing. Karl Fickert (Chemnitz) am 3.
6., Roger Vander Linden (Mechelen) am 4. 2., Prof. Matthias Gubig (Blankenfelde)
am 22. 6. Zum 75. Geburtstag: Dr. Ulrich Dittmann (Seefeld-Oberalting) am 27.
4., Nikolaus Schratzenstaller (Landshut) am 21. 5., Manfred Neureiter (Konstanz)
am 22. 5., Klaus Droppelmann (Hamm) am 1. 6., Gisela Drafehn (Dresden) am 9. 6.
Zum 80. Geburtstag: Prof. Albrecht von Bodecker (Berlin) am 27. 4. Zum 81.
Geburtstag: Harald Kretzschmar (Kleinmachnow) am 23. 5., Dr. Thomas Kaemmel
(Berlin) am 15. 6. Zum 83. Geburtstag: Kristian Bäthe (Filderstadt) am 29. 6.
Zum 84. Geburtstag: Heinz Wegehaupt (Berlin) am 14. 6. Zum 86. Geburtstag:
Werner Papke (Berlin) am 3. 5.
Neue Mitglieder: Cynthia Baer, Editorin, Berlin, Dr. Renate Göbel,
Germanistin., Berlin.
Zum Tode von Gerald Gödeke. Am 13. Oktober 2011 starb nach schwerer
Krankheit unser Pirckheimer-Freund Gerald Gödeke aus Großmühlingen in
Sachsen-Anhalt. Er war ein kenntnisreicher Bücherfreund und leidenschaftlicher
Sammler. Hermann Hesse formulierte einmal: „Von den vielen Welten, die der
Mensch nicht von der Natur geschenkt bekam, sondern aus eigenem Geist erschaffen
hat, ist die Welt der Bücher die größte.“ In dieser Welt lebte und wirkte Gerald
Gödeke: als langjähriges Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft in der
Magdeburger Bezirksgruppe, als Bücher- und Graphiksammler mit hohem ethischen
und sozialen Anspruch, als Autor von Artikeln in Zeitungen, Zeitschriften und
Büchern.
Insbesondere als Sammler der Insel-Bücherei hat er sich weit über die lokalen
Grenzen hinaus einen Namen gemacht. Hierüber berichtete er im 2011 erschienenen
Almanach Neue Jubelrufe aus Bücherstapeln. Als äußerst sachkundigen
Hesse-Sammler kannten und bewunderten ihn viele Bücherfreunde im
deutschsprachigen Raum. Seine Sammlerinteressen galten weiterhin dem
Schriftsteller Stefan Zweig und den Graphikern Alfred Kubin, Ephraim Mose
Lilien, Frans Masereel, Max Schwimmer, Josef Hegenbarth, Karl-Georg Hirsch und
Egbert Herfurth.
Gerald Gödeke organisierte zahlreiche Veranstaltungen zu seinen Sammelgebieten.
In guter Erinnerung sind der Hallisch-Magdeburgische-Pirckheimertag 1989 in
Großmühlingen und das Jubiläum 20 Jahre Magdeburger Pirckheimer-Bezirksgruppe
1993 ebendort. Im Großmühlinger Schloß veranstaltete er zahlreiche
Ausstellungen, zum Beispiel wurden hier – und das war eine kleine Sensation –
Aquarelle von Hermann Hesse gezeigt. Eine der letzten Großtaten von Gerald
Gödeke war die Herausgabe des Faksimiles des lateinischen Dialogs zwischen Leben
und Tod, einer Inkunabel des Magdeburger Erstdruckers Bartholomäus Ghotan von
1480. Auch wenn an dieser Edition zahlreiche Mitarbeiter beteiligt waren, ohne
seinen nachhaltigen Einsatz wäre das Werk schwerlich gelungen.
Wir Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft in Sachsen-Anhalt haben einen guten
Freund verloren, werden aber in seinem Sinne unsere Sammeltätigkeit fortsetzen.
Peter Labuhn
Der Berliner Antiquar Wolfgang Jeske verabschiedete sich in den
Ruhestand. Über 35 Jahre lang war das Antiquariat des Pirckheimer-Freundes
Wolfgang Jeske eine wichtige Adresse für Bücherfreunde in Berlin und darüber
hinaus. Nach zwei Jahrzehnten im Wedding saß er zuletzt in Friedenau,
Hedwigstraße 16. Der geborene Berliner entschied sich für den Beruf schon
während des Studiums der Geschichte und Soziologie an der Pädagogischen
Hochschule in Berlin. Spezialisiert war er auf linke Literatur, Belletristik und
Reiseliteratur. Zig-Tausende Bücher gingen durch seine Hand. Immer hatte er ein
Gespür für gefragte Titel, seltene und besondere Exemplare. Manche Bibliothek
von prominenten Berlinern, so von dem Erzähler Wolfdietrich Schnurre und von dem
aus Rumänien stammenden Kinderbuchautor und Übersetzer Paul Schuster, konnte er
übernehmen und seinen Kunden offerieren. Im Dezember letzten Jahres ging er in
den Ruhestand. Etliche Pirckheimer-Freunde nutzten im November und Dezember die
Sonderkonditionen beim Ausverkauf. Zum Abschied veranstaltete Jeske ein Fest, zu
dem er seine besten Kunden einlud. Jeder war aufgefordert, aus Büchern zu lesen,
die er in seinem Antiquariat erworben hatte, oder ein Erlebenis im Antiquariat
zu schildern. Der Verkaufserlös des letzten Tages ging zur Hälfte zugunsten des
Pirckheimer-Kontos: 220 Euro. Damit soll der Schaden behoben werden, der durch
das juristische Vorgehen gegen das Buch von Wolfram Körner entstanden ist (vgl.
MARGINALIEN, H. 4, 2011, S.).
Carsten Wurm
Denkmal für Viktor Otto Stomps (1897-1970). Bei Insidern der deutschen
Literatur des 20. Jahrhunderts ist dieser Verleger offensichtlich gut bekannt.
Ungewöhnlich viele Gäste besuchten am 20. Oktober den Abend der
Berlin-Brandenburger Pirckheimer im Kleinen Säulensaal der Zentral- und
Landesbibliothek Berlin. Hendryk Liersch erforscht seit vielen Jahren die
mäandernde Verlagstätigkeit von V. O. Stomps, der 1926 die rabenpresse gründete
und sie bis 1937 listig durch die braune Zeit führte. „Der Beginn meiner
Rabenpresse war ein Protest gegen das, was der Motor schafft: Die Riesenauflage,
die das Abseitige ausschließt ... Mit einer Handpresse begann es ...“ Gottfried
Benn, Bertold Brecht, Peter Huchel, Franz Kafka, Alfred Kerr, Max
Herrmann-Neisse, Paul Zech, unzählige junge Schriftsteller sind in den 125 Buch-
und Heftausgaben zu finden. Die schließlich erzwungene Veräußerung seines
Verlages hinderte den begeisterten Büchermacher jedoch nicht, weiter aktiv zu
sein. Unter schwierigsten Bedingungen gab er von 1938 bis 43 zwölf Privatdrucke
heraus.
Nachdem er Krieg und Kriegsgefangenschaft überlebt hatte, begründete er 1949 in
Frankfurt/Main die Eremiten Presse, die 1954 aus Kostengründen nach Stierstadt
im Taunus übersiedelte. Nachdem bis 1967 über 240 Titel auf den Markt gelangten,
zwangen widrige Umstände zum Ausscheiden. Nach Berlin zurückgekehrt gründete er
umgehend die Neue Rabenpresse. Dort erblickten noch 18 Buchausgaben das Licht
der Öffentlichkeit.
Begründet durch aufwendiges, leidenschaftliches Forschen vermittelte Hendryk
Liersch einen detailverliebten Streifzug durch Stromps verlegerische Tätigkeit.
Seit 1978 sammelt er alles über diesen außergewöhnlichen Verlag, dessen Ausgaben
auf dem antiquarischen Markt meist Höchstpreise erzielen. Mit seiner Sammlung
initiierte Liersch ganz wesentlich Ausstellungen in den Universitätsbibliotheken
von Mainz, Emden, Gießen, Göttingen. In Berlin erschien 2007 gemeinsam mit der
Freien Universität der Ausstellungskatalog Die fast vollständige Geschichte der
Rabenpresse. Nunmehr mit der Buchverrücktheit selbst infiziert, gründete Liersch
1990 die Corvinus Presse in der Berlin-Friedrichshagener Bölsche Straße. Auch
über die eigene verlegerische Arbeit gab er ausführlich Auskunft. Ein Abend, der
im Gedächtnis bleibt.
Welchen Rang das Büchermachen und speziell der Handpressendruck in Zukunft
gewinnen wird, kann man erahnen, wenn man den Kampf um Autoren- und
Verlagsrechte mit den elektronischen Medien und zwischen den einzelnen Anbietern
verfolgt.
Robert Wolf
Elmar Faber in Halle. Zum letzten Pirckheimer-Abend des Jahres hatte sich
die hallesche Gruppe am 29. November 2011 den bekannten Verleger (und
Pirckheimer der ersten Stunde) Elmar Faber eingeladen, der so leichtsinnig
gewesen war und bei einer Veranstaltung mit ihm im Vorjahr an gleicher Stelle
äußerte, daß er auch zum Thema Bestseller und Flops in der Bücherwelt einiges zu
sagen hätte. Im bis zum letzten Platz besetzten Vortragsraum in der
Stadtbibliothek Halle, dem freundlich gewährten Gastdomizil für die halleschen
Pirckheimer, erlebten die Zuhörer einen versierten Verleger, der nicht nur aus
dem Nähkästchen plauderte, sondern der versuchte, die beiden Begriffe zu
untersetzen und ins Verhältnis zueinander zu bringen. Im Vordergund standen
dabei die Mechanismen des Verlagsgeschäfts.
Elmar Faber schlug nicht eine Art Rezeptbuch auf, um daraus in
Schwarzweiß-Manier vorzutragen, sondern er erörterte in seinem von zahlreichen
kleinen Exkursen geprägten Vortrag – übrigens ohne dabei den Faden zu verlieren
– das beiden Begriffen anhaftende Ambivalente. Dabei kamen seine reichen
Erfahrungen als Verleger, dem es immer um die Qualität „seiner“ Bücher in
mehrfacher Hinsicht und zugleich auch um die Sicherung des Absatzes ging und
gehen mußte, gleich ob beim Aufbau-Verlag oder später beim eigenen Verlag Faber
& Faber, voll zum Tragen.
Er führte eine Vielzahl von Beispielen für Bestseller und Flops an,
einschließlich manche Besonderheiten: Zunächst am Buchmarkt völlig erfolglose
Titel wurden später zum Kassenschlager, der Flop wurde also nachträglich zum
Bestseller. Das betraf etwa Goethe, der auf seinen schriftstellernden Schwager
Vulpius häufig neidisch war, weil der sich seinen Keller mit dem besten Wein
füllen konnte. Dessen Bücher erschienen seinerzeit in großer Auflage und fanden
reißenden Absatz. So waren seine Honorare üppig, während Goethe ständig mit
seinem Verleger Cotta feilschen mußte. Denn seine Bücher erschienen in weiter
geringeren Auflagen und erreichten erst im Laufe der Jahrzehnte ansehnliche
Höhen. Von Vulpius redet heute kaum noch einer, von Goethe dagegen heute alle
Welt. Ähnlich erging es Böll oder Hesse, dessen Bücher anfangs Autor und Verlag
arm machten und erst später zum Goldesel des Verlags S. Fischer wurden. Hierher
gehört auch der Erfolg der Tagebücher von Victor Klemperer, deren Erscheinen
immer wieder aufgeschoben wurde, dann aber, als das Holocaust-Denkmal gebaut
wurde und der Film Schindlers Liste Furore machte, zu einem wirklichen
Bestseller wurden. Übrigens hat hieran auch der Verleger Elmar Faber seinen
Anteil ... Elmar Faber machte so bewußt, daß der Erfolg des einzelnen Buches vom
Zeitgefühl und Zeitgeschehen zum Zeitpunkt des Erscheinens abhängt, unabhängig
von seiner eigentlichen Entstehungszeit.
Der uns heute geläufige Begriff des Bestsellers ist noch gar nicht so alt in
unseren Regionen. Er wurde vom bundesdeutschen Buchmarkt wohl erst nach dem
Zweiten Weltkrieg aus Amerika übernommen. Damit im Zusammenhang steht die
Einführung von Bestseller-Listen, Tabellen, Literatur-Talk-Shows usw. All das
kam erst 1990/91 in den östlichen Teil Deutschlands. Erschienen vorher bis in
die 1980er Jahre in der DDR etwas mehr als 6000 neue Titel im Jahr, die der
engagierte Buchhändler wie der Literaturinteressierte noch relativ überschauen
konnte, so waren es auf dem vereinten Buchmarkt bald 90 000 Neuerscheinungen
jährlich. Damit wird deutlich: Diese Menge an neuen Titeln kann keiner
überschauen, das gilt für „Buchlaien“ genauso wie für Buchverkäufer. So ist jede
Empfehlung und Beratung im Prinzip nur eine selektive Beratung. Damit bekommen
die Bestseller-Listen in den verschiedenen Medien ihre Funktion. Gründe für das
Scheitern eines Buches sieht Elmar Faber unter anderem im falsch gewählten
Titel, in schlechter Werbung und Fehlern beim Vertrieb. Auch die Einordnung des
jeweiligen Buches in eine falsche Rubrik im Buchhandel kann ein erhebliches
Hindernis sein. Natürlich spielen dabei auch inhaltliche Aspekte eine Rolle.
So lautete Elmar Fabers Fazit: „Ein Verleger lebt von den Büchern, die gehen und
auf denen er sitzen bleibt. Und er lebt häufig besser von denen, auf denen er
(zunächst) sitzen bleibt.“ Den Abschluß des faszinierenden Vortrags bildete die
von allen Zuhörern trotz aller Klärungsversuche einhellig geteilte Auffassung
Elmar Fabers: „Mit der Bestsellerei ist es eine verflixte Kiste!“
Hans-Georg Sehrt
Kaldewey Press New York zeigte vom 1. November bis zum 13. Dezember 2011
eine Auswahl ihrer Künstlerbücher in einer vom Leipziger Bibliophilen-Abend
ausgerichteten Ausstellung im Leipziger ›Haus des Buches‹. Nach erfolgreichen
Berufsjahren als Antiquar (Ausbildung bei Ackermann München, dann selbständig)
startete Gunnar A. Kaldewey in den 1970er Jahren eine zweite, großartige
Karriere als Pressendrucker und Buchkünstler. Mit nunmehr 75 Werken, präsentiert
in zahlreichen Ausstellungen weltweit zählt Kaldewey Press heute zu einer der
vornehmsten Adressen der internationalen modernen Buchkunst. Etliche dieser
fünfundsiebzig Drucke waren in der Leipziger Ausstellung zu sehen und machten
Kaldeweys ehrgeiziges Projekt ›Art Books for a Global World‹ deutlich: Texte
taoistischer, konfuzianischer und buddhistischer Herkunft neben Ursprungsmythen
von indigenen Völkern, die Ekstatiker des Orients und die Antike des Ovid neben
den Sängern der Bibel, Literatur von William Blake bis Samuel Beckett und John
Ashbery, von Hölderlin bis Guiseppe Ungaretti und Arthur Rimbaud, von Heinrich
Heine und Else Lasker-Schüler bis Ossip Mandelstam und Paul Celan, von Li Bai
und Tschaung Tse bis zu Jorge Luis Borges, Wladimir Majakowski und Pablo Neruda.
Neben Kaldeweys eigenen bildkünstlerischen Arbeiten, in letzter Zeit vorwiegend
Aquarelle, die er mit einem Epson Tintenstrahldrucker in vorzüglicher Qualität
reproduziert, finden wir auch Arbeiten von Mischa Kuball, Kim Keeve, Hans-Peter
Willberg und der chinesischen Komponistin und Kalligraphin Bun-Chin Lam. Nun, im
75. Druck, heißt es selbstbewußt: »Eine wahrhaft neue Form von Büchern wurde
hier hervorgebracht: als Auftritt des Geistes selbst«. Aus Anlaß dieses
Jubiläumsdruckes ist eine umfangreiche, von Clemens von Lucius herausgegebene
Monographie zur Kaldewey Press mit vollständiger Bibliographie im Verlag Hermann
Schmidt Mainz erschienen, die zur Ausstellungseröffnung von den zahlreich
erschienenen Interessenten aus München, Berlin, Hamburg, Düsseldorf und
natürlich Leipzig eingesehen werden konnte. Die Einführungsrede hielt der mit
Gunnar A. Kaldewey befreundete Hallenser Autor Wilhelm Bartsch, Mitglied der
Sächsischen Akademie der Künste und Mitglied des Senats. Auch der musikalische
Rahmen nahm die globale Ausrichtung der Presse auf: Frank Becker am Piano
spielte Debussy, Gershwin und Prokofjew.
H. K.
Buch- und Graphikschätze. Die Pirckheimer der Region Rhein-Main-Neckar
trafen sich am 10. November in Großsachsen an der Bergstraße zum Sammlerabend.
Die Teilnehmer der Runde hatten exzellente Bücher und Graphiken mitgebracht,
zumeist Neuerwerbungen, zu denen neben den bibliographischen Anmerkungen noch
manche anekdotische Zutat zum Besten gegeben wurde. Der Chronist hat allerdings
im vorweihnachtlichen Trubel seine Aufzeichnungen verloren, so daß hier leider
die Einzelheiten nicht dargestellt werden können. Lediglich über ein bibliophil
gestaltetes Buch kann berichtet werden. Es handelt sich um Mein Herz in seinen
Armen schlafend lag. Liebespaare der Weltliteratur versammelt in verschiedenen
Schriften, Schriftfiguren und Bildern von Roswitha Quadflieg, erschienen vor
wenigen Jahren in der Offizin Bertelsmann Club. Der Anhang enthält eine kleine
Schriftgeschichte von Eckehart SchumacherGebler, in der vor allem die im Buch
angewandten Schriften erläutert werden. Das Buch im Quartformat mit vielen,
meist ganzseitigen Graphiken wurde nach den Angaben der Künstlerin im Typostudio
SchumacherGebler in München gesetzt. Jede Geschichte ist in einer anderen Type
und anderer, teils recht experimenteller Form gedruckt. So ist das in
Fadenheftung und Halbleinen gebundene Werk in mehrerer Hinsicht für den
Bibliophilen interessant. Um so erstaunlicher ist der einstellige Preis, den ein
Modernes Antiquariat (Versand) im 4. Quartal dafür ansetzte. So kann auch ein
Bewunderer der Buchkunst der Roswitha Quadflieg ein Werk der Künstlerin
erwerben, ohne den sonst üblichen dreistelligen Preis der Pressendrucke bezahlen
zu müssen. – Einen besonderen Wert hatte dieses Quartalstreffen dadurch, daß ein
Pirckheimer aus der Region erstmals teilnahm und auch weiterhin kommen will.
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