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Ernst
Ludwig Presse und Insel-Verlag.
Die Zusammenarbeit außerhalb der »gezählten Drucke«
Von Theo Neteler
Vor hundert
Jahren, am 11. Oktober 1907, gründete der Herzog von Hessen und bei
Rhein in Darmstadt die nach ihm benannte Presse. Ihren Standort erhielt
sie im Untergeschoß des Ernst-Ludwig Hauses, das 1901 als Zentrum der
zwei Jahre zuvor ins Leben gerufenen Künstlerkolonie vollendet worden
war. Leiter der Presse wurde Friedrich Wilhelm Kleukens, Satz und Druck
lag in den Händen seines Bruders Christian Heinrich Kleukens.1
Von außerordentlicher Bedeutung für die Ernst Ludwig-Presse war in ihren
Anfangsjahren die Zusammenarbeit mit dem Insel-Verlag. Der Vertrieb der
Bücher, die die Presse vor dem Ersten Weltkrieg herstellte, lag
ausschließlich bei diesem Verlag. Neben den 26 Büchern, die fortlaufend
numeriert sind und als »gezählte Drucke« bezeichnet werden, gab es
weitere nicht gezählte Drucke der Presse für die Insel. Sie sollen hier
näher betrachtet werden.
Gelegenheitsdrucke, Freundesgaben und Wunschdrucke
Der erste ungezählte Druck ist Goethes
>Die Natur<.
Dieser im Untertitel als
>Hymnus<
bezeichnete Text aus dem Jahre 1781 wird 1910 als Frühlingsgeschenk des
Verlags überreicht. Kippenberg selbst gibt eine doppelte Erklärung
dafür, daß dieser Text nicht in die genante Reihe aufgenommen werden
sollte: »[...] da man diese wenigen Blätter wohl kaum ein Buch nennen
kann, und es ja zudem eine besondere Stellung dadurch einnimmt, dass es
nur verschenkt wird.«2
100 Exemplare werden im März auf Old-Stratford-Bütten
gedruckt, Initiale und Pressensignet in Gold, bei der Vorzugsausgabe
auch der Titel. Verwandt wird die von F, W Kleukens 1909 entworfene
Kleukens-Antiquaim Cicero-Grad.
Die nur acht numerierte Blätter umfassende Broschüre bekommt
einen Buntpapierumschlag. Zusätzlich wird eine Vorzugsausgabe in einer
Auflage von 20 Exemplaren auf Japan gedruckt und in olivgrünes Klableder
gebunden , mit Titelprägung in Versalien auf dem Vorderdeckel und
Rücken. Wie bei fast allen Drucken der Ernst Ludwig Presse gibt es
darüber hinaus Einbandvarianten, hier sind es Pergamentbände mit
Schließbändern und wenigsten ein orangefarbener Rohseideneinband.
Kurz vor Weihnachten desselben Jahres teilt Kippenberg mit,
daß er gerne wegen der großen Nachfrage eine zweite Auflage drucken
lassen möchte, wiederum 100 Exemplare, erneut zusätzlich 20 auf Japan.
Der Druck erfolgt im Januar 1911. Als Beispiel für die zeitgenössische
Resonanz auf das schmale Bändchen sei Jean Loubier zitiert: »Wie schön
fügt sich Zeile an Zeile, Seite an Seite, mit breitem Durchschuß
durchsetzt. Type, Satzspiegel, Papierränder, Druckfarbe» das schneeweiße
Bütten selbst, alles steht in vollster Harmonie, Fürwahr, die
Goetheschen Worte sind in die rechte Form gegossen.«3
Gleichfalls 1911, laut Druckvermerk im Juli, erfolgt die
Herstellung eines weiteren Buches der Presse für den Insel-Verlag,
Maurice de Guerin. »Der Kentauer« von Rainer Maria Rilke aus dem
Französischen übersetzt und mit einem Nachwort versehen. Gedruckt werden
260 Exemplare (zehn über die angegebene Auflage) auf
Old-Stratford-Bütten mit brauner oder grüner Büttenbroschur, einem
schwarzen Maroquin- oder einem Pergamenteinband und 50 Exemplare
(wiederum zehn über die Auflage) auf Japan mit handgebundenem, braunem
oder dunkelgrünem Maroquineinband, alle mit goldgeprägtem Titelaufdruck.4
Die Druckausstattung wird von Goethes »Die Natur« übernommen. Lediglich
der Satzspiegel ist etwas größer.
Im August 1912 hat Anton Kippenberg die Idee, ebenfalls nach
dem Vorbild von
>Die Natur<
Goethes
>Trilogie der
Leidenschaft<
drucken zu lassen, und zwar als Geschenk zu Weihnachten. Es handelt sich
um die Gedichte
>An Werther<,
>Elegie<
und
>Aussöhnung<,
die Goethe 1823/24 verfaßt hatte. C. H. Kleukens hält die Schrift des
Hymnus nicht für die Trilogie geeignet und schlägt einen Versuch mit der
bisher noch nicht benutzten Helga-Antiqua vor, die sein Bruder 1911
entworfen hatte. Kippenberg findet die Helga-Type ausgezeichnet. Gewählt
wird der Korpusgrad. 260 Exemplare auf Old-Stratford-Bütten (wieder zehn
über die Auflage) werden im Oktober gedruckt und mit Pergamentumschlag
oder Pergamenteinband und roten Seidenpapiervorsätzen versehen,
weiterhin 50 (zusätzlich 10) Exemplare auf Kaiserlich Japan mit
dunkelblauem geglätteten Maroquineinband auf fünf Bünden mit
goldgeprägtem Deckeltitel und Innenkantenfileten oder rötlich violettem
Kalbleder auf fünf Bünden und einfacher Linienvergoldung der
Innenkanten. Die lichten Initialen der Vorzugsausgabe werden mit
Blattgold gefüllt, die der Normalausgabe in Gelb gedruckt. Das
Pressensignet erscheint gleichermaßen je nach Ausgabe in Gold oder Gelb.
Der Vorderdecke! ist bei beiden Ausgaben nur mit dem einzeiligen in Gold
gepreßten Schrifttitel in Versalien versehen. Die Titelseite zeigt den
fünfzeitig geschriebenen Titel - einschließlich der Verfasserangabe - in
schwarzen Versalien.
Privat- und Sonderdrucke
Im Februar 1911 schlägt der Insel-Verlag den Druck
einer Novelle von Henry Sienkiewicz vor:
>Suivons-le,
traduit par la Comtesse Roman Potocka<.
Auch dieses Büchlein mit einer Auflage von 100 numerierten Exemplaren
auf Zanders-Bütten war nicht für den Handel bestimmt; es ist ein
Privatdruck des Grafen Potocki. In dem schlichten einfarbigen in Pappe
gebunden Bändchen hebt sich lediglich der Titel durch eine zweifarbige
Schriftzeichnung (Gold und Schwarz) ab. Im Herbst ist das kleine Buch
mit seinem einfachen kompressen Satz - Petit Kleukens Antiqua - fertig.
Bei den ersten zwölf Exemplaren wird der Name des Besitzers eingedruckt.
1913 bringen Insel-Verlag und Presse als weiteres nicht
gezähltes Werk ein Buch von Rudolf Georg Binding heraus:
>Gedichte<.
Gedruckt werden im November in Cicero Kleukens-Antiqua 300 Exemplare,
davon kommen 100 nicht in den Handel. Sie sind ein numerierter
Sonderdruck mit braunem Ledereinband (85 auf Van-Geldern-Bütten, 15 auf
Japan) für den Freiherrn Philipp von Schey, in dem die Namen der
Empfänger eingedruckt sind- Der Insel-Verlag übernimmt den Vertrieb von
185 Exemplaren auf Van-Geldern-Bütten mit Pergamenteinband und
vergoldetem Rückentitel und 15 Exemplaren auf Kaiserlich Japan. Die
Vorzugsausgabe erhält einen Handeinband aus rotbraunem Maroquin auf fünf
Bünden mit einem Rückentitel in Gold und einfacher Linienvergoldung der
Innenkanten.
Drucke, um die Presse auszulasten
Einen anderen Grund gibt es für den Druck des Buches
>Die hohen
Rhythmen* von Emile Verhaeren, übertragen von Johannes Schlaf. Der
Auftrag dafür wird Ende September 1911 mit der Klausel erteilt, daß es
im folgenden Jahr erscheinen solle. 1.100 Exemplare (später auf 1.200
erhöht) - 50 davon auf Japan (später auf 60 erhöht), die übrigen
Exemplare auf Bütten - sollen gedruckt werden. Mit diesem Auftrag will
Kippenberg zur Auslastung der Presse beitragen, da er vertraglich Ende
Dezember 1910 eine jährliche Auftragssumme von 10.000 M garantiert hat.
Trotzdem ist er über den hohen Druckpreis verärgert. Ende November wird
eine erste Satzprobe mit der Korpus Ingeborg-Antiqua fertig und von
Kippenberg akzeptiert. Doch Ende Januar des nächsten Jahres kommen C. H.
Kleukens Bedenken wegen des Drucks. Er überlegt, ob es nicht richtiger
sei, wegen der hohen Auflage die Arbeit an eine Leipziger Druckerei zu
geben. Schließlich wird aber doch mit dem Druck des Gedichtbandes
begonnen. Das Buch soll bei Enders in Leipzig gebunden werden. Die
Normalausgabe bekommt einen Halbpergamenteinband, die Vorzugsausgabe
einen bordeauxroten Kalbleder- oder weinroten Maroquineinband mit
Rücken- und Deckeltitel in Gold.
Noch bevor die Arbeit abgeschlossen ist, gibt der
Insel-Verlag einen weiteren Gedichtband von Verhaeren in Auftrag:
>Die Stunden<,
übersetzt von Erna Rehwoldt. Auch hier sollen 1.200 Exemplare in Korpus
Ingeborg-Antiqua gedruckt werden, 1,040 Exemplare auf Hadern-Papier, 60
Exemplare auf Japan. Ende Februar 1912 wird der Auftrag erteilt und mit
dem Satz begonnen. Der Druck der »Hohen Rhythmen« ist zu diesem
Zeitpunkt fast beendet. Auch bei den
>Stunden<
erhalt die Vorzugsausgabe auf Japan einen bordeauxroten flexiblen
Kalbledereinband mit goldgeprägtem Deckel- und Rückentitel und die
Normalausgabe einen Halbpergamenteinband.
Vorschläge von C. H. Kleukens
Anfang 1910 unterbreitet Christian Heinrich Kleukens
den Wunsch, ein von ihm zusammengestelltes
>Buch der
Fabeln- herauszubringen. Kippenbcrg ist mit der Idee sehr einverstanden,
möchte das Erscheinen aber auf das nächste Jahr verschieben. Auch
schlägt er vor, den Graecisten Otto Crusius dafür zu gewinnen, ein Vor-
oder Nachwort zu schreiben. Es dauert geraume Zeit, bis die umfangreiche
Einführung - 63 Seiten -, die aber »zum Besten und Informativsten
gehört, •was zur Geschichte der Fabel je geschrieben wurde«,5
fertiggestellt ist. Die Ausstattung des Buches. das in einer Auflage von
1,900 Exemplaren in der Normalausgabe und 100 Exemplaren (zehn darüber
hinaus) in der Vorzugsausgabe erscheint, ist sehr unterschiedlich. Die
Gestaltung der Normalausgabe - Holzschnitt-Titel und Initialen -erfolgt
durch Ludwig Enders. Sie erhält einen gelben Pappeinband mit Deckel- und
Rückentitel und roten Zierlinien. Die erste Auflage erscheint erst im
Oktober 1913, gedruckt in Rot und Schwarz in Korpus Römische Antiqua und
Kleukens-Fraktur auf französischem Maschinen-Bütten.
Ein Teil der Vorzugsausgabe von 100 Exemplaren auf dem
gleichen Bütten erhält einen blauvioletten geglätteten Maroquineinband
mit einer goldgeprägten runden Deckelvignette von F. W. Kleukens. Sie
zeigt einen Rad schlagenden Pfau. Der Rücken wird mit einer
Einzelstempelvergoldung verziert. Zudem wird die Ausgabe mit einer
Titelzeichnung in Schwarz und Gelb versehen. Die gleiche
Einbandgestaltung erfährt ein anderer Teil der Vorzugsausgabe in
hellbraunem Halbleder und grünem Papierbezug. Doch ist hier die
Titelzeichnung von Ludwig Enders aus der Normalausgabe übernommen
worden.
Im März 1914 macht C.H. Kleukens den Vorschlag, das Buch
>Ruth<
in der Textfassung von Martin Luther in die Insel-Bücherei aufzunehmen
und zweifarbig in Schwarz und Rot (Titel und Initialen) von der Presse
in einer Auflage von 10.000 Exemplaren drucken zu lassen. Außerdem solle eine
Vorzugsausgabe von 50 Exemplaren auf englischem Pergament mit vier
handvergoldeten Initialen hergestellt werden. Seine Frau Luise werde die
Handvergoldung vornehmen. Kippenberg ist sofort einverstanden. Das
Einbinden der Vorzugsausgabe in grünes geglättetes Maroquin übernimmt
die Großherzogliche Kunstgewerbeschule Weimar. Henry van de Velde
gestaltet den Einband: Fileten und Titel in Goldprägung, Es gibt auch
wenige Bütten-Exemplare mit schwarzem Kalbleder oder mit einem
Halbpergament-Einband und Buntpapierbezug.6
Im Marbacher Insel-Katalog von 1965 wird der Pressendruck wegen der
hohen Auflage als »Unikum der Buchgeschichte« bezeichnet,7 Doch ist, wie
wir gesehen haben, die Kombination von Vorzugsausgabe und hoher
Verlagsauflage hier nicht zum ersten Mal in der Zusammenarbeit zwischen
der Ernst-Ludwig-Presse und dem Insel-Verlag eine Verbindung
eingegangen. Die Normal-Ausgabe von Ruth, auf holländischem Bütten mit
dem Wasserzeichen der Presse, erhielt in der Insel-Bücherei die Nummer
152. Das Buch erschien circa eine Woche vor Kriegsausbruch.
Die zweite Phase der Zusammenarbeit nach dem Ersten Weltkrieg
In den ersten Jahren nach dem Ersten Weltkrieg gab es
zwischen der Presse und dem Insel-Verlag wegen vorhergehender
Streitigkeiten nur reine Geschäftskontakte ohne direkte Beteiligung
Kippenbergs. Einige vor dem Krieg begonnene Projekte werden noch
abgewickelt. Die zweite, erweiterte Auflage des Fabelbuches von C. H.
Kleukens erscheint 1920. Eine Neuauflage des
>Reinke Voß<
wird 1922 gedruckt, ohne die Illustrationen von Friedrich Wilhelm
Kleukens, der im Februar 1914 die Leitung der Presse niedergelegt hatte.
Statt dessen greift man auf 32 Holzschnitte einer Ausgabe von 1577
zurück; das Buch erscheint mit der Jahresangabe 1923.
Die beiden Brüder gingen nach dem Ersten Weltkrieg eigene
Wege, Christian Heinrich gründete 1919 zusammen mit Rudolf G. Bindung
und den beiden Frankfurter Antiquariatsbuchhändlern Heinrich Tiedemann
und Mario Uzielli die Kleukens Presse. Die Ernst Ludwig Presse wurde von
ihm aber nebenbei weiter betrieben. Friedrich Wilhelm gründete 1920 die
Ratio-Presse,
Eine Wende in der Beziehung zwischen Ernst Ludwig Presse und
Insel-Verlag tritt 1925 ein. Christian Heinrich Kleukens bemüht sich in
diesem Jahr, seine Arbeit auf wirtschaftlich sicherere Füße zu stellen,
und versucht zunächst, ihren Status zu klären. Der Großherzog war
aufgrund der politischen Entwicklung 1918 zurückgetreten. Kleukens hatte
von 1920 bis Anfang 1922 zehn sogenannte Stundenbücher (weitgehend
Gedichtbände) für den Kurt Wolff Verlag hergestellt und darüber hinaus
Gelegenheits- und Privatdrucke herausgebracht, im wesentlichen aber für
die Kleukens Presse gearbeitet. Um den Absatz der Bücher zu sichern,
gibt er im Herbst 1925 einen Prospekt heraus, in dem für einen
Freundeskreis der Ernst Ludwig Presse geworben wird: »Wir bitten Sie,
dem Freundes-Kreise der Ernst Ludwig Presse beizutreten. Die
Auflagenhöhe ihrer Drucke ist begrenzt; demgemäß kann auch der Kreis nur
eine bestimmte Anzahl von Freunden aufnehmen. Der monatliche Beitrag ist
MK. 15,- für jene Freunde des guten und schönen Buches, die die Drucke
der Presse auf Handbütten im Halbpergamenteinband wünschen; für
diejenigen, die Einbände in Ganzpergament und in Maroquin, sowie
gelegentliche Drucke auf Japanpapier und Pergament vorziehen, Mk. 25,-.«
Die Gründung erfolgt noch im selben Jahr. Mindestens fünf Drucke, heißt
es auf der Werbe-Doppelseite, sollen jährlich erscheinen. Schließlich
wird erklärt: »Ziel der Presse ist: Höchste Sauberkeit in Satz und
Druck; die Art des Satzes soll den Leser zu einem Rhythmus zwingen, der
dem Sinn des Textes entspricht. Die innere und die äußere Schönheit des
Buches haben sieb zu verbinden zum schönen, dem Inhalt würdigen Werk.«
Um sich ein zusätzliches Standbein zu sichern, versucht
Christian Heinrich Kleukens Ende des Jahres, eine abermalige
Zusammenarbeit mit dem Insel-Verlag in die Wege zu leiten. Am 10.
November 1925 teilt er Anton Kippenberg mit: »Oktober 1924 ist mir die
Ernst Ludwig Presse zum freien Ausbau zur Verfügung gestellt worden.«'
Der Brief, der diese Mitteilung enthält, trägt zum ersten Mal den
Briefkopf »Ernst Ludwig Presse. Darmstadt. Künstler-Kolonie / Christian
Heinrich Kleukens«. Kleukens und Kippenberg treffen sich nach langer
Pause im Dezember 1925, und zwar in Leipzig. Das Gespräch hat das
Ergebnis, daß zwischen Presse und Verlag ein neuer Vertrag über einen
anteiligen Vertrieb einer Shakespeare-Edition und weiterer Pressendrucke
geschlossen wird.
Shakespeares Works
Schon im Februar 1924 hatte die Ernst Ludwig Presse
mit den Vorbereitungen eines umfangreichen Projekts begonnen, einer
Shakespeare-Ausgabe in Originalsprache. Die Shakespeare-Edition war dem
Andenken an Thomas James Cobden-Sanderson gewidmet, dem Leiter der Doves
Press und Drucker einer zweibändigen Ausgabe des deutschen Faust
(1906-1910). Sieben Shakespeare-Bände von den ursprünglich geplanten 16
konnten von 1925 bis 1931 erscheinen. 250 Exemplare wurden jeweils
hergestellt. 1931 mußte die Höhe der Auflage auf Wunsch des
Insel-Verlages bei Band VII auf 200 Exemplare reduziert werden. 100
gingen jeweils an den Kreis der Freunde der Ernst Ludwig Presse, 150
(beim siebten Band 100) kamen vereinbarungsgemäß über den Insel-Verlag
in den Handel. Gedruckt wurde auf Zanders-Bütten. Die Insel-Exemplare
sind in Halbpergament mit offenen Riemchenbünden versehen oder in
dunkelrotes Maroquin mit goldgcprägter Pressen Vignette auf dem Deckel
und goldgeprägtem Rückentitel von Ernst Rehbein, Darmstadt, gebunden.
Für die Veranstalter und Subskribenten wird vorab im Februar
1925 ein kleiner zweisprachiger Druck hergestellt: »Volks-Scene in dem
Drama
>Sir Thomas
Mores Shakespeare zugeschrieben«, 135 numerierte Exemplare, T, J.
Cobden-Sanderson gewidmet. Das Bändchen mit englischem Text und einer
Übersetzung von Friedrich Brie umfaßt circa 30 Seiten. Es stimmt mit dem
Format der Shakespeare-Ausgabe überein und ist mit der sogenannten
Shakespeare-Type, einer Antiqua, auf Zanders-Bütten gedruckt. Das
Einbinden übernimmt Ernst Rehbein. Die Normalausgabe bekommt einen
Pappeinband mit Rückenschild, die Vorzugsausgabe einen Halb- oder
Ganzpergamenteinband mit acht durchgezogenen Bünden und einfacher
Linienvergoldung des Deckels, einen Rückentitel in Gold,
Kastenvergoldung der Zwischenbünde und Linienvergoldung der Stehkanten.
Darüber hinaus gibt es schwarzblaue und rote Maroquineinbände mit
Rückentitel, Rücken-, Deckel-, Steh- und Innenkantenfileten. Die
Initialen des Bändchens sind in Rot gedruckt. Fünf römisch numerierte
Exemplare mit goldener Initiale erhält der Übersetzer,10 Kleukens druckt
im Januar 1926 eine vierseitige Probe der Shakespeare-Ausgabe, die mit
der Subskriptionseinladung durch den Insel-Verlag verschickt wird.
Kippenberg besteht darauf, daß der Preis pro Band 80 M für die
Normalausgabe (125 M für die Vorzugsausgabe), respektive 20 Dollar oder
vier Pfund nicht überschreiten dürfe, Kleukens gibt nach einigem Zögern
nach. Auf Vorschlag von Kleukens und mit Kippenbergs Einverständnis wird
1929 der Alleinvertrieb der Shakespeare-Edition für Amerika dem Verlag
Random House Übertragen.
Hartmann von Aue
Der Insel-Verlag übernimmt von 1926 an den Vertrieb weiterer
Pressendrucke, von denen immer 100 Exemplare für Mitglieder des
Freundeskreises hergestellt werden. Der Vertrag gilt vorläufig für
die Dauer von rund drei Jahren, also bis zum 1. Januar 1929.
Auflagenhöhe und Ladenpreis sind laut Vertrag in wechselseitigem
Einvernehmen festzulegen. Im Gegensatz zur ersten Phase der
Zusammenarbeit zwischen Presse und Verlag, in der Kippenberg erheblichen Einfluß auf die Auswahl der Bücher nahm, wird das Programm nun
ausschließlich von C. H. Kleukens bestimmt.
Am Beginn der neuen Serie von Pressendrucken in
Zusammenarbeit mit dem Insel-Verlag steht ein mittelhochdeutscher Druck
in der Shakespeare-Type:
>Der arme
Heinrich<
des Hartmann von Aue in 200 numerierten Exemplaren mit goldgehöhter
Anfangsinitiale von Luise Kleukens. Im März 1926 ist das Buch
fertiggestellt.11 Die Ausgabe auf Zanders-Einhorn-Bütten wird durch
Ernst Rehbein von Hand sowohl in Halbpergament mit sechs durchgezogenen
Bünden und dem Pressensignet in Gold auf dem Deckel gebunden als auch in
Ganzpergament mit Filetenvergoldung auf Rücken und Deckeln, Darüber
hinaus gibt es handgebundene grüne Maroquineinbände mit Rücken-, Steh-
und Innenkantenvergoldung. In 20 römisch numerierte zusätzliche
Exemplare wird der Besitzername eingedruckt. 100 Exemplare sind für den
Insel-Verlag bestimmt, 100 für die Freunde der Presse.
Walther von der Vogelweide
Es folgen in der Shakespeare-Type
>Gedichte<
von Walther von der Vogelweide in 250 numerierten Exemplaren auf
Zanders-Bütten mit Pressen-Signet als Wasserzeichen und mit einem
Einband in Halb- oder Ganzpergament auf fünf durchgezogenen Bünden mit
Rückentitel in Gold und Kastenvergoldung der Zwischenbünde und
Pressesignet auf dem Deckel. Auch hier gibt es Leder-Einbände,
dunkelgrünes, geglättetes oder schwarzes Maroquin mit Rückenvergoldung,
Deckel- Steh- und Innenkantenfileten oder grünes Safianleder mit braunem
Rückenschild und Rücken- und Stehkantenvergoldung. 150 Exemplare sind
davon für den Handel bestimmt, wurden also durch den Insel-Verlag
vertrieben, 100 Exemplare gehen an den Kreis der Freunde der Ernst Ludwig Presse.
Auch hier ist bei 20 römisch numerierten Exemplaren der Name des
jeweiligen Besitzers eingedruckt.
Christian H. Kleukens schildert seine damalige persönliche
Lage in einem Brief an Anton Kippenberg. Nachdem er auf die
Verpflichtung verwiesen hat, fünf Prozent an den Großherzog abführen zu
müssen, heißt es: »Sie können mir glauben, meine Arbeit gestattet mir
kaum eine ungeflickte Hose. Das aber ist mir ziemlich gleichgültig.
"Wäre dies es nicht, dann hätte ich sicher nicht die sechs ersten Bogen
Walthers von der Vogelweide -weggeworfen und neu gedruckt, da mir
während der Arbeit eine schönere typographische Lösung des zerrissenen
Textes gelang. Und den armen Heinrich nicht zweimal gedruckt; zum Teil
sogar ein drittes mal, da der Buchbinder leichtfertig sämtliche
Initialen platt-presste, die dann, (allerdings dann nach dem Binden),
zum zweitenmal vergoldet werden mussten.«12
Als im Juni der Gedichtband Walthers von der Vogelweide
fertiggestellt ist, warnt Anton Kippenberg davor, die Drucke zu schnell
aufeinander folgen zu lassen. Der Verlag habe Schwierigkeiten, den
»Armen Heinrich« Zu verkaufen. Es müsse sorgfältiger überlegt werden,
was und zu welchem Preis gedruckt werden solle. Auch sei es billiger,
die Bücher in Leipzig binden zu lassen.
Hans Naumann
Bei dem nächsten Buch geschieht das auch, Es ist eine einbändige Ausgabe
>Frühe
deutsche Dichtung<,
bearbeitet von Hans Naumann, wieder mit der Shakespeare-Type gedruckt.
Sie erscheint in nur 135 Exemplaren auf Zanders-Bütten, von denen 35 mit
dem Wasserzeichen »J. W. Zanders« an den Insel-Verlag gehen, 100
Exemplare auf Zanders-Bütten mit dem Wasserzeichen der Presse an den
Kreis der Freunde. 20 römisch numerierte Exemplare erhalten wieder den
eingedruckten Namen des Besitzers, Das Buch wird für den Insel-Verlag
von Sperling in Leipzig in Halbleder Ganzpergament mit Rückenvergoldung
gebunden. Es liegen aber auch hellbraune Schweinsledereinbände auf fünf
Bünden von Ernst Rehbein vor. Diese Einbände sind mit einem Rückentitel
und ornamentalen Vignetten zwischen den Bünden in Blindprägung,
einfachen Linienverzierungen auf dem Deckel und mit Linienverzierungen
der Innenkanten versehen. Und schließlich gibt es noch handgebundene
Einbände in rostfarbenem Maroquin mit Rückenvergoldung und vergoldeten
Deckelfileten. Das Buch ist im Februar 1927 fertig.
Der Nibelunge
Not
In gleicher Ausstattung und Auflagenhöhe wird die zweibändige Ausgabe
von >Der
Nibelunge Not<
hergestellt, die ebenfalls 1927 erscheint. Gedruckt ist das
mittelhochdeutsche Werk in der Shakespeare-Type auf Zanders-Bütten. Ende
März 1927 weist der Insel-Verlag erneut darauf hin, daß der Absatz der
Bücher Probleme bereite, die wichtigsten Interessenten würden durch den
Freundeskreis erreicht. Es folgt die Empfehlung, »zunächst nur die »Shakespeare-Ausgabei
fort zu setzen«13 Im August und Dezember 1927 treffen sich
Kippenberg und Kleukens erneut, um Angelegenheiten der Zusammenarbeit zu
besprechen.
Rudolf Koch
Ende des Jahres bekommt C, H. Kleukens von der Stadt Mainz das Angebot,
ihm unter der Voraussetzung den Professorentitel zu übertragen, daß er
bereit sei, nach Mainz kommen. Kleukens nimmt an und geht Anfang 1928
nach Mainz, wo er 192S die Mainzer Presse als Presse des
Gutenberg-Museums gründet. Im April 1928 schreibt Kleukens aus Mainz an
Kippenberg: »Zur Zeit drucke ich auf der Ernst Ludwig Presse das
>Blumenbuch<
von Rudolf Koch. Das. wäre etwas für Sie. Haben Sie Lust, den Vertrieb
oder Verlag zu übernehmen?«" Kippenberg antwortet umgehend: »Das
Blumen-Buch von Rudolf Koch möchte ich allerdings mit grossem Vergnügen
übernehmen.«
Gleichzeitig gratuliert er zur Ernennung zum Professor. Man
einigt sich neben der Ausgabe für den Freundeskreis auf eine Auflage von
l .000 Exemplaren. Kippenberg möchte, daß für Freunde ein paar Exemplare
auf Japan gedruckt werden. Der erste Band des Blumen-Buches ist Ende
November 1928 ausgedruckt, der zweite Band im August 1929, der dritte
Teil 1930. Die Verlagsausgabe wird auf der Mainzer Presse gedruckt. Es
gibt Exemplare, die mit 251 Holzschnitten versehen sind, weil zwei
Versionen des Blattes Nr. 187 (Gilbweiderich) vom Buchbinder
eingebunden, statt ausgetauscht wurden.
Die Ausgabe für den Freundeskreis wird in 135 Exemplaren auf der Ernst
Ludwig Presse hergestellt. 250 handkolorierte Holzschnitte sind
einseitig auf Bütten gedruckt und m neun blauen Mappen geliefert oder
auch in einem grünen Maroquineinband mit goldgeprägtem Titel und
linearer Vergoldung , handgebunden von Ernst Rehbaein. Der Schuber ist
mit einem Überzug aus asiatischen Blütenbütten überzugen.
Die Mainzer
Presse
Im Mai 1928 verständigen sich Kleukens und Kippenberg darauf, daß der
erste Druck der Mainzer Presse Hofmannsthals Oper
>Die
ägyptische Helena<
sein solle. Die Auflage beläuft sich auf 231 numerierte
Exemplare. Neben einer Vorzugsausgabe mit Ledereinband erscheint die
Normalausgabe mit einem Halbpergamentband. In Zusammenarbeit mit dem
Insel-Verlag folgen in den nächsten Jahren weitere, hier nicht näher zu
betrachtende Drucke der Mainzer Presse, zum Beispiel 1930 Hebels
>Schatzkastlein
des rheinischen Hausfreundes<
und 1932 >Des
Knaben Wunderhorn<.
1938 erfolgte durch die Mainzer Presse ein zweifarbiger Druck für die
Insel-Bücherei >Die
Rede des Perikles für die Gefallenen<
, die Vorzugsausgabe mit einer Auflage von sechs Exemplaren und die
Normalausgabe mit knapp 21.950 Bändchen.
Auf ein anderes Projekt, das vor seiner Vollendung
abgebrochen werden mußte, sei noch kurz hingewiesen. Anfang Dezember
1929 treffen sich in Mainz Hans Wahl vom Goethe- und Schiller-Archiv,
Anton Kippenberg und Christian Heinrich Kleukens mit dem Mainzer
Bürgermeister zu einer Besprechung, in der die Herausgabe einer
sogenannten Welt-Goethe-Ausgabe erörtert wird. Anlaß ist der 1932
bevorstehende hundertste Geburtstag Goethes. Die Konzeption geht
zunächst von 50 Bänden aus. Die Carnegiestiftung für internationalen
Frieden und die Bibliothek der Columbia University in New York stellen
500.000 RM hierfür zur Verfügung. Nach längeren Vorarbeiten erscheinen
von 1936 bis 1939 insgesamt acht Bände. Gedruckt -wird wiederum auf der
Mainzer Presse. Der Zweite Weltkrieg verhindert die Fortsetzung der
Reihe, deren Ausgaben in einer Auflage von 3.500 Exemplaren erscheinen.
Ernst Ludwig zum
Gedächtnis
Im Oktober 1937 übersendet C. H. Kleukens Anton Kippenberg als Bilanz
der zurückliegenden Tätigkeit der Ernst Ludwig Presse die Bibliographie
>30
Jahre Ernst Ludwig Presse<.
Die Antwort Kippenbergs zeigt dessen damalige Einschätzung der
Zusammenarbeit: »Lieber Herr Kleukens! Ich erhielt die sehr schöne und
anmutige Bibliographie der Ernst Ludwig Presse, in der Sie über dreissig
Jahre fruchtbare Arbeit für die deutsche Buchkunst Rechenschaft ablegen.
An einzelnes, besonders aus der Frühzeit, werden wir beide wohl nur mit
einem nachsichtigen Lächeln denken. Aber dem steht eine sehr grosse
Reihe von Meisterwerken gegenüber, und so dürfen Sie stolz sein auf das
Geleistete und ich bin froh, daran haben mitwirken zu können. Sie haben
recht: im Grunde haben wir beide, obgleich mehr oder weniger
dickschädelig (auf wen das mehr und weniger sich bezieht, mögen Sie
selbst entscheiden), uns doch recht gut vertragen, und das ist die
Hauptsache.«16
Nach dem Tod des Großherzogs Ernst Ludwig möchte Kleukens
Ende Oktober 1937 ein Erinnerungsbuch zum Gedächtnis an den Toten mit
verschiedenen Aufsätzen herausbringen. Kippenberg ist mit diesem
Vorschlag einverstanden. Das Buch konnte jedoch nicht verwirklicht
werden. Einige Zeit später, im Januar 1940 gab Kippenberg den Auftrag,
seinen Beitrag für das Projekt separat auf der Ernst Ludwig Presse zu
drucken, was noch im Frühjahr erfolgte: 100 Exemplare auf
Zanders-Bütten. Die Einbandvarianten sind; eine helle Broschur,
beige-schwarze Pappe oder ein Halb-Sackleinen mit schwarzem
Deckelpapier. Auf dem Vorderdeckel finden wir ein Emst-Ludwig-Signet in
Gold nach einem Entwurf von Emil Preetorius. Dieser Text
>Dem
Großherzog Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein zum Gedächtnis<
ist das letzte Dokument der Zusammenarbeit zwischen Insel-Verlag und
Ernst Ludwig Presse.
Anmerkungen
Copyright der unveröffentlichten Briefe Anton Kippenbergs bei Anton von
Hesler Rimsting, dem für die Veröffentlichungserlaubnis herzlich gedankt
wird. Für seine freundliche Unterstützung gebührt ebenso Dank Harald
Ernstberger, dem Leiter des Kleuken Archivs Darmstadt.
1 Vgl, Theo Neteler: Amon Kippenberg und die Ernst Ludwig
Presse. In: Aus dem
Antiquariat NF 3 (2005), S. 87-112. Dort findet sich auch eine
vollständige Übersicht über die sogenannten »gezählten Drucke« für den
Insel-Verlag.
2 Brief von Kippenberg an E W. Kleukens, 25. Januar 1910,
Goethe- und Schiller-Archiv, Weimar [GSA] 50/127.
3 Jean Loubier: Die Ernst Ludwig-Presse. In: Archiv für
Buchgewerbe 1913, S. 14.
4 Die Angaben zur Auflagehöhe sind dem Briefwechsel zwischen
Presse und Insel-Verlag entnommen.
5 Heribert Tenschert: Pressendrucke I, Rotthalmünster o-J.
[1981], S. 49.
6 Heinz Sarkowski: Der Insel Verlag - Eine Bibliographie
1899-1969- 2. Auflage. Frankfurt am Main und Leipzig 1999, S. 228, gibt
für die Vorzugsausgabe 20 Exemplare auf holl. Bütten, Leder, und 20
Exemplare auf Pergament, Leder, an. Das ist ein Irrtum. Der Verlag
selbst schreibt in seinem Verzeichnis >Die Bücher des Insel-Verlages,
Leipzig / Im Frühjahr 1916*: »50 Exemplare auf Pergament mit
handvergoldeten Initialen, in Leder (Handeinband)*.
7 Die Insel. Eine Ausstellung zur Geschichte des Verlages
unter Anton und Katharina Kippenberg. Marbach 1965,5-148.
8 Theo Neteler: Anton Kippenberg und die Ernst Ludwig Presse
(wie Anm, 1).
9 Brief von C, H. Kleukens an Kippenberg, 10. November 1925,
GSA 50/141-142.
10 Sarkowski gibt als Auflage versehentlich 125 Exemplare an.
Für die Soncino-Gesellschaft in Berlin wurde anläßlich der
Jahresversammlung vom 24. Mai 1925 der Text in 70 Exemplaren gedruckt.
11 Im Impressum ist die Jahreszahl 1925 angegeben.
12 Brief von C, H. Kleukens an Kippenberg, 17, März 1926, GSA
50/143.
13 Brief des Insel-Verlags an den Kleukens-Verlag, 25. März
1927, GSA 50/144.
14 Brief von C. H. Kleukens an Kippenberg, 16. April 1928,
GSA 50/145-146,
15 Brief von Kippenberg an C. H. Kleukens, 18. April 1928,
GSA 50/145-146.
16 Brief von Kippenberg an C. H. Kleukens, 6. Oktober 1937,
GSA 50/151-154.
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